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Planerinnen in Sachsen

Antje Heuer

Welche Erfahrung, welches Ereignis war für deinen beruflichen Werdegang prägend?

Die Studienmappe meines Vaters, eines Architekten („Schattenwurf einer Kugel auf eine Freitreppe“), denn das war für mich sehr faszinierend und ich wollte das auch können, die Verbindung von Technik und Kunst. Ich dachte, das wäre genau der richtige Beruf für mich, weil es alle Aspekte des menschlichen Lebens umfasst. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass man damit etwas beeinflussen kann.

Welche strukturellen Änderungen würdest du dir am Berufsbild wünschen?

Ich bin der Ansicht, dass jeder selbstverantwortlich handelt und dass man beeinflussen kann, wie man als Frau wahrgenommen wird.

Woran würdest du gerne mal arbeiten?

Ich würde immer wieder an Architekturkritiken und reflektierenden Texten arbeiten um Architekturlaien Ästhetik zu vermitteln. Auch in vielen anderen Zusammenhängen werde ich oft gefragt: „Schau mal da drüben, ist das schön?“ Dabei merke ich immer, dass man dann ganz weit ausholen muss, um Begriffe wie Proportion und Angemessenheit zu erklären. Dabei besteht oft eine Lücke im Verständnis. Die Menschen interessieren sich dafür, was schöne und gute Architektur ausmacht. Leider hat man im Alltag oft nicht die Zeit, darüber nachzudenken und daran zu arbeiten. Daher ist es gut, wenn man eine Aufgabe hat, die das rechtfertigt, um darüber nachzudenken.

    Werdegang

  • 1987

    Diplom Architektur TU Dresden, Vertiefungsrichtung Städtebau

  • 1987 - 1998

    Projektarbeit in verschiedenen Büros, Projektleiterin Atelier Comtesse, Leipzig

  • seit 1999

    KARO* architekten Partnerschaft mit Prof. Stefan Rettich und Bert Hafermalz

  • 2002 - 2003

    Journalistische Ausbildung

  • außerdem

    Jurorin, Autorin

    Mitgliedschaften, Verbände, Ehrenamt

  • Mitgründung Initiative L21 für zeitgenössische Planungskultur

  • Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA)

  • Mitglied im Sachverständigenforum Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau der Stadt Leipzig

Welches Buch/Film/Ausstellung würdest du einer anderen Planenden empfehlen?

„Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann.

Museum der Unschuld, Istanbul.