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Planerinnen in Sachsen

Iris Gleichmann

Welche Erfahrung, welches Ereignis war für deinen beruflichen Werdegang prägend?

Die Arbeit mit Architekt:innen und Stadtplaner:innen in anderen Ländern und Kulturen hat mich und meine Art zu Sehen und zu Arbeiten geprägt. Trotz unterschiedlicher Ausgangssituationen erkenne ich Gemeinsamkeiten und Lösungsansätze bei der Bürgerbeteiligung und Planung. Gegenseitiger Austausch und Lernen ist dabei durchaus möglich und wichtig.

Welche strukturellen Änderungen würdest du dir am Berufsbild wünschen?

Auch wenn ich die stabilen Strukturen in Deutschland sehr zu schätzen weiß, erlebe ich in meiner Arbeit an Projekten in anderen Ländern immer wieder wie viel neugieriger, offener und flexibler dort agiert wird.

Woran würdest du gerne mal arbeiten?

In Zukunft würde ich gern den Austausch zwischen Städten und Ländern als langfristige Lernprozesse gestalten. Nicht nur bei Besuchsreisen, sondern improfessionellen Austausch und dem gemeinsamen Lernen sowohl zwischen Planer:innen als auch zwischen Bürger:innen. Das ist z.B. auch bei der Ausbildung von Architekt:innen oder Handwerker:innen möglich. Zwischen Städten in der Ukraine und in Deutschland entstehen solche Partnerschaften. Auch im europäischen Kontext gibt es Strukturen dafür.

    Werdegang

  • 1986 - 1993

    Studium der Architektur und Stadtplanung in Stuttgart und London

  • ab 1990

    Mitarbeit in Architekturbüros in Deutschland, Großbritannien und Japan

  • 1999 - 2002

    wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Städtebau und Regionalplanung, Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden

  • 2002 - 2009

    Partnerin im Büro für Umweltplanung und Stadtentwicklung (BUS), Dresden

  • 2009 - 2015

    Leiterin des ukrainisch-deutschen GIZ-Kooperationsprojekts „Stadtentwicklung und Sanierung der Altstadt von Lviv“, Ukraine

  • seit 2016

    Gleichmann Büro für Stadtentwicklung in Dresden

Welches Buch/Film/Ausstellung würdest du einer anderen Planenden empfehlen?

Film: Push –für das Grundrecht auf Wohnen, ein Film von Frederik Gertten, 2019, Buch: Steffen Mau, Lütten Klein, 2019