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Planerinnen in Sachsen

Lea Scholz

Welche Erfahrung, welches Ereignis war für deinen beruflichen Werdegang prägend?

Ein prägender Moment für mich war die Exkursion in eine geschlossene Psychiatrie während meines Innenarchitekturstudiums. Entgegen üblicher Klischeevorstellungen zeigte sich die Einrichtung als ein durchdacht geplanter Ort, an dem die Gestaltung gezielt auf das Wohlbefinden der Patient:innen ausgerichtet war. Der Besuch verdeutlichte mir, welchen Einfluss eine durchdachte Gestaltung auf das Wohlbefinden der Menschen hat, insbesondere in Räumen, in denen sie sich, wie in diesem Fall, aufhalten müssen. Dieser prägender Moment hat meinen weiteren Studienverlauf und meine berufliche Haltung nachhaltig beeinflusst.

Welche strukturellen Änderungen würdest du dir am Berufsbild wünschen?

Die Wertschätzung des Architekt:innenberufs hat in den letzten Jahren tendenziell abgenommen, vor allem im Bereich der Innenarchitektur. Oft wird eine hohe Qualität erwartet, ohne dass die notwendigen finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden. Architekt:innen sollten für ihre Expertise, Zeit und Kreativität fair entlohnt werden.

Woran würdest du gerne mal arbeiten?

Ich würde gerne an einem Projekt arbeiten, das sich mit einem Ritual/Tradition beschäftigt, wie z.B. der Badekultur in einem Hammam. Besonders interessiert mich daran, wie die Architektur, eine gewisse Raumabfolge und Raumgestaltung dieses Ritual unterstützen und die Besucher:innen durch die einzelnen Schritte führen können. Die Gestaltung der Räume sollte das Erlebnis und die Wirkung des Rituals intensivieren und den Nutzer:innen eine ganzheitliche Erfahrung bieten.

    Werdegang

  • Studium Innenarchitektur HfT Stuttgart

  • Auslandsaufenthalt HDK-Valand – Högskolan för konst och design Göteborg Schweden

  • Mitarbeit  Scope Architekten GmbH Stuttgart

  • Studium B.Sc. Architektur Leopold Franzens Universität Innsbruck Österreich

  • Studium Diplom Architektur Leopold Franzens Universität Innsbruck Österreich

  • Mitarbeit Aline Hielscher Architektur Leipzig

    Mitgliedschaften, Verbände, Ehrenamt

  • Juniormitglied der Architektenkammer Sachsen

  • Junge Planende

Welches Buch/Film/Ausstellung würdest du einer anderen Planenden empfehlen?

Jaques Tati: Mon Oncle; Turit Fröbe: Die Kunst der Bausünde; Architekurzentrum Wien: Boden für Alle; Lois Hechenblaikner, Andrea Kühbacher, Rolf Zollinger: Keine Ostergrüsse mehr!; HfG-Archiv Ulm: al dente Pasta & Design; Wes Anderson: Grand Budapest Hotel & Moonrise Kingdom