Das denkmalgeschützte, 1926 errichtete Reaktanzenhaus KWM war stark durch seine spezifische, zugangsarme Gebäudestruktur mit unbelichtetem Gebäudekern gekennzeichnet. Mit der Umnutzung und Wiederbelebung als Medienkulturzentrum konnten die innenliegenden Gebäude-„Kern"-Bereiche als Studios, die natürlich belichteten Randzonen als Büro- und Verwaltungsflächen genutzt und durch Neuorganisation der Erschließung und Ergänzung der Geschossigkeit zusätzliche Nutzflächen im Zwischen- und Dachgeschoss angeboten werden. Wichtiger Entwurfsansatz war Erhalt und Erlebbarkeit der historischen Gebäudestruktur, sodass sämtliche Eingriffe in die Substanz in ständiger Abwägung zwischen zeugnishaftem Erhalt, ortstypischer Ästhetik und funktionaler Ertüchtigung behutsam erfolgten.