Skip to content
Planerinnen in Sachsen

Das grüne Rollo - eine architektonische Interpretation

©Uta Lambrette
©Uta Lambrette

Ort

Masterarbeit

Jahr

2018

In dem Buch «Das grüne Rollo» von Heinrich Steinfest wird immer wieder die Thematik der Perspektive aufge­griffen. Man wird von Theos Perspekti­ve mitgerissen, schlüpft in die Pers­pektive eines Arztes, der erklärt wie Theos Situation von außen erklärt und schließlich gibt es die eigene Perspek­tive des Lesers, der Zusammenhänge zu persönlichen Schlussfolgerungen interpretiert.

Für uns Architekten ergeben sich Perspektiven in einem Gebäude oder wir planen sie im besten Fall bewusst, wir zeichnen und rendern Perspekti­ven für Wettbewerbe und zeigen in ihnen Atmosphären des entworfenen Ortes. Der Betrachter bleibt in diesen Perspektiven oftmals unbedacht. Wer schaut sich das Bild an? Was könnte er dabei empfinden? Perspektiven in der Architektur bleiben nicht selten auf «eine frische Atmosphäre, den coolen Flair, oder ein belebtes Aussehen« beschränkt.

Die Literatur hingegen schafft es, Perspektiven auch auf einer Metae­bene zu vermitteln, die den Leser nicht ausgrenzt. Denn dadurch, dass sie durch die schriftliche Vermittlung einer Perspektive immer vage bleibt, wird der Leser zur eigenen Vorstellung gezwungen.

Verschiedene Themen, Eindrücke, Texte haben in Verbindung mit der Lek­türe des Buches in meinem Kopf vier Bilder entstehen lassen, die immer als Paar für eine Situation stehen. Wie sie das tun, möchte ich Ihnen überlassen. Denn während der Reiz an Geschich­ten ist, dass durch sie Bilder in unseren Köpfen entstehen, ist doch der Reiz an Bildern, dass man sich selbst eine Geschichte ausdenken kann.