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Planerinnen in Sachsen

Uta Schneider

Welche Erfahrung, welches Ereignis war für deinen beruflichen Werdegang prägend?

Mitte 1970er Jahre: Die bewusste Wahrnehmung der Diskussion um die (glücklicherweise nicht realisierten) Planungen zur Flächensanierung der westlichen Altstadt in meiner Heimatstadt Lüneburg und die Mitwirkung im ‚Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA)‘ änderte meine Berufsplanung von Biologie/Pharmazie zu Stadtplanung 

1981: Ein Praktikum im Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Hannover bestärkte mich in meinem Berufswunsch, Stadtplanerin zu werden 

1989: Der Fall der Mauer ermöglichte mir, an einer BEHUTSAMEN! Einführung der Planungsinstrumente nach westdeutschem Muster mitzuwirken und führte letztlich zur Entscheidung, mich mit einem Büro für Stadt- und Bauleitplanung in Dresden selbstständig zu machen

Im Laufe meiner freiberuflichen Tätigkeit in Sachsen wuchs die Erkenntnis, dass mit der Beschränkung der Planungsinstrumente auf das jeweilige kommunale Territorium viele Problemlagen nicht zufriedenstellend gelöst werden können und eine bessere interkommunale Zusammenarbeit hilfreich wäre. 2003 Qualifizierung zur Regionalberaterin (EIPOS). 

Mit dem Angebot für die Geschäftsführung der Regionale 2016 Agentur GmbH ergab sich die Möglichkeit, konkrete Regionalentwicklungsprojekte zu realisieren 

Welche strukturellen Änderungen würdest du dir am Berufsbild wünschen?

Ich wünsche mir mehr Sicht, Auseinandersetzung und Einflussnahme auf gesellschaftliche Entwicklungen. 

Ich wünsche mir mehr Kompetenzen in der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Kommunalpolitik und beruflichen Laien. 

Woran würdest du gerne mal arbeiten?

An einer (verbindlichen) Konzeption zur Rücknahme überdimensionierter Straßenplanungen, z.B. nicht wirklich notwendige Umgehungsstraßen, die seit Jahrzehnten in den Regional- und Flächennutzungsplanungen verankert sind. 

    Werdegang

  • 1977 – 1986

    Architekturstudium TU Braunschweig 1986-1991 Planungsbüro Dr. Schwerdt Braunschweig 

  • 1991 – 1993

    Büroleiterin Rostock bei Architekten Contor Ferdinand Ehlers Itzehoe - Rostock

  • 1993 – 2018

    Planungsbüro Uta Schneider, Dresden 

  • 2009 – 2017

    Geschäftsführerin ZukunftsLAND Regionale 2016 Agentur GmbH Velen 

  • 2018 – 2024

    Geschäftsführerin Bergische Struktur- u. Wirtschaftsförderungs GmbH, Solingen

    Mitgliedschaften, Verbände, Ehrenamt

  • Mitglied versch. Architektenkammern (zeitweise Vorstand, Schlichtungsausschuss, Vertretung der AK Sachsen im Stadtplanerausschuss der BAK, Fortbildungsausschuss

  • Mitglied in der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (zeitweise stv. Vorsitzende, Bundesvorstand, Regionalgruppensprecherin & Organisation des Planertreffs Dresden)

  • Mitglied in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung

  • SI-Lear e.V. – Mentoringprogramm von Soroptimist Deutschland e.V. für junge Frauen in Führungspositionen

  •  Cross-Mentoring-Programm des Competentia-Netzwerks Wuppertal für Frauen in Führungspositionen

  • Mitwirkung in diversen Jurys für städtebauliche Wettbewerbe

  •  2010 – 2011

    Netzwerk 21 – Mentoringprogramm im Übergang Ausbildung-Beruf für Männer und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

  •  2005 – 2010

    Ehrenamtliche Richterin am Landesberufsgericht für Architekten am OLG Dresden 

Welches Buch/Film/Ausstellung würdest du einer anderen Planenden empfehlen?

Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand