Skip to content
Planerinnen in Sachsen

Claudia Blaurock

Welche Erfahrung, welches Ereignis war für deinen beruflichen Werdegang prägend?

Eine prägende Zeit war für mich die zwei Jahre in Kalifornien. Ich hatte zufällig nach der Ausbildung eine Annonce auf dem Tisch liegen zum Babysitten in Kalifornien. Ich habe mich dort gemeldet und konnte daraufhin, neben meiner Au-pair-Tätigkeit, einen Intensiv-Englischkurs an der UC Berkeley absolvieren. Letztes Jahr im Mai war ich wieder dort und habe, als ich vor dem größten Sequioa stand, festgestellt, dass mich diese Bäume auch heute noch faszinieren. Leider, leiden auch die Mammutbäume seit 3 Jahren an Borkenkäferbefall. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen Bestandsbäume zu schützen. 

Welche strukturellen Änderungen würdest du dir am Berufsbild wünschen?

Ich wünsche mir bessere Honorare für Landschaftsarchitekten. Denn aufgrund der meist kleineren Budgets, aus denen sich das Honorar ableitet, haben meine Mitarbeitenden meist 2-3 Projekte auf dem Tisch. Man kann sich daher nicht so reindenken, hat aber gleichzeitig mehr Koordinationsaufwand. Das schlägt sich in unserem Honorar nicht nieder. 

Woran würdest du gerne mal arbeiten?

Eine größere Uferrenaturierung - Meine Diplomarbeit war eine Flussbadeanstalt und das schwimmt immer noch in meinem Kopf herum.  

    Werdegang

  • 2004

    Diplom TU Dresden 

  • seit 2004

    selbstständig tätig 

  • seit 2008

    Kammermitglied Architektenkammer Sachsen 

  • 2009 – 2012

    Gründung von BLAUROCK+STORCH Landschaftsarchitektur Partnerschaftsgesellschaft 

  • seit 2013

    Blaurock LANDSCHAFTSARCHITEKTUR

  • seit 2022

    Dozentin Pflanzenverwendung am Lehrstuhl Landschaftsarchitektur, Fakultät Architektur an der TU Dresden 

  • seit 2023

    Fachsprecherin für Pflanzenverwendung auf Bundesebene für den BDLA 

  • seit 2023

    Zertifikat „Besondere Fachkunde Klimaanpassung“

    Mitgliedschaften, Verbände, Ehrenamt

  • Architektenkammer Sachsen (Vertreterversammlung) 

  • Mitglied im bdla (Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen), Landesgruppe Sachsen 

  • Mitglied und Fachsprecherin Pflanzenverwendung im bdla

  • Mitglied der AG Bildungsräume Sachsen

  • Mitglied im Förderverein Landschaftsarchitektur der TU Dresden

Welches Buch/Film/Ausstellung würdest du einer anderen Planenden empfehlen?

Jan Gehl: „The Human Scale“ bleibt bei mir der Klassiker. Wir sehen den Film, verstehen kurz und fangen an darüber zu diskutieren, wem der Raum gehört, wer ihn nutzen sollte. Die Ergebnisse werden dann eingeschrumpft aufgrund Feuerwehrflächen, PKW-Abstellflächen, der qualitative Freiraum verliert dann immer mehr. Der Grünraum schrumpft, schrumpft und schrumpft – alle anderen Belange sind wichtiger.