Ort
Schmilka / Bad Schandau
Jahr
2024
Planungsbüro
schoper.schoper
Rolle der Planerin
Projektleitung und -bearbeitung
Ausgangspunkt beim Umbau des Hauses Fräulein Smilka ist eine Collage. Unser Entwurfsmodus des territorio zeigt sich dabei in der Modifizierung des Gemäldes Frau am Fenster von Caspar David Friedrich. In Anspielung auf dessen Naturbezug eröffnet das neue markante Rundfenster im Inneren den Blick in die wechselnden Farbspiele des Himmels, während es im Außen auf ein neues Raumgefüge verweist. Doch bleiben Baukörper und Fassadengestalt des umgebauten ehemaligen Waldarbeiterhauses durch ihre bewusst zurückhaltende Gestaltung Teil des Ortsensembles. Der Umbau ist für uns ein Pilotprojekt der Nachhaltigkeit. Die Fassaden sind mit Hanfsteinen gedämmt, das Dach mit einer Indach-PV-Anlage versehen, die bestehenden Deckenkonstruktion durch eine Holzbeton-Verbunddecke ertüchtigt, das Haus insgesamt wird durch eine Erdwärmepumpe beheizt. Das Gebäude trägt nun quasi ein wärmendes Kleid, das durch den verwendeten klassischen Kalkputz für Fenstergewände und Fassadenhaut als solches nicht zu erkennen ist und damit die Frage nach Altem und Neuem offenlässt. Ein harmonisches Zusammenspiel vorgefundener Versatzstücke und neu hinzugefügter Elemente prägt die Atmosphäre der Innenräume.